INUIT - die Welt im Kleinen - 30 neue Kleinkunstwerke aus der kanadischen Arktis

Ausstellungseröffnung: Donnerstag 3. Mai 2012, 19h

Zu den Kunstwerken spricht  Dr. Verena Traeger

Inuit waren und sind Jäger, die ihre Lebensweise an die extremen Umweltbedingungen in der Arktis anpassen mussten. Um im äußersten Norden überleben zu können, erfanden sie Kajak, Umiak, Hundeschlitten, Tranlampe, Iglu und den Anorak. Ihre jahrtausendealte Abhängigkeit von den Jagdtieren allen voran Walen, Robben, Walrossen, Moschusochsen, Eisbären und Karibus verlangte auch eine nomadisierende Lebensweise. Inuitjäger mussten den Tieren folgen, um ihre Jagdbeute zu sichern. Hab und Gut war dabei aufs Mindeste reduziert, um keine Belastung darzustellen.

Dementsprechend schufen Inuit traditionell kleine Kunstwerke, Amulette und Figurinen, die ihre Welt im Kleinen abbilden und dem Träger Kraft verleihen sollen. Sie konnten leicht mitgeführt werden und wurden teils am Körper getragen. Vor allem Jagdtiere gehören bis heute zu den wichtigsten Motiven von InuitkünstlerInnen. Die Schnitzereien dokumentieren nicht nur ihre große Beobachtungsgabe, sondern stellen auch eine mystische Beziehung zu den dargestellten Tieren her, die den Inuit seit Jahrtausenden das Überleben sicherten, indem sie ihnen Nahrung, Kleidung und Wärme lieferten. Die aktuelle Ausstellung zeigt 30 neue Arbeiten im Kleinformat von kanadischen Inuit KünstlerInnen aus Cape Dorset, Arctic Bay, Arviat, Sinikiluaq und Gøja Haven. Text: Dr. Verena Traeger

Gallery M Vienna, Strozzigasse 47

Bitte um Vornmeldung: gallery.m(at)chello.at


 

Wir freuen uns an die 2. Wiener Integrationswoche vom 2. bis 9. Mai 2012 teilzuhemen.Und wir laden Sie höflichst ein.

Programhefte 2. Wiener Integrationswoche: http://iw.bummedia.webseiten.cc/

KUNST UND KULTUR VOM NORDRAND DER WELT

Machen Sie eine Reise durch den mythischen Alltag der arktischen Tierwelt und der kreativen
Kunst und Kultur des hohen Nordens. Masken, Skulpturen, Bilder, Bücher, Schmuck etc.

Dauerausstellung und Führungen im Rahmen der Integrationswoche.
ORT: ARCTIC FINE ARTS GALERIE, STROZZIGASSE 47, 1080 WIEN BEGINN: 10.00 bis 18:00 ausser Sonntag
Eintritt: Gratis. Bitte um Voranmeldung: info@arcticfinearts-austria.com Oder: Gallery.m@chello.at


ARKTIS - FORSCHUNG IM EIS

Donnerstag, den 1. März 2012, 19:00 Uhr
Naturhistorisches Museum Wien, Vortragssaal
Burgring 7, 1010 Wien

Podiumsdiskussion (teilweise in englischer Sprache) zum Themenkreis ARKTIS - FORSCHUNG IM EIS
Begrüßung & Moderation:
Univ.-Prof. Dr. Christian Köberl Generaldirektor des Naturhistorischen Museums Wien
Grußworte:
Dr. John Barrett Botschafter von Kanada in Österreich
Sprecher:
Prof. Dr. Peter Harrison Queens University, Director of the School of Policy Studies;

Chair of the Montreal International Polar Year Conference; former Deputy Minister of Natural Resources Canada and former Senior Associate Deputy Minister of Indian and Northern Affairs Canada
Dr. Günter Köck Koordinator der internationalen Forschungsprogramme der Österreichischen Akademie der Wissenschaften; Arktisforscher (Universität Innsbruck), Initiator der österreichisch-kanadischen Forschungskooperation „High Arctic" (seit 1997)
Dr. Harald Pauli GLORIA-Forschungsnetzwerk (Global Observation Research Initiative in Alpine Environments), koordiniert an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften  (Institut für Gebirgsforschung) und der Universität Wien

Im Anschluss an die Diskussion laden wir zu einer Präsentation von kanadischer arktischer Kunst

(durch Gallery M) und Erfrischungen in der Kuppelhalle des Naturhistorischen Museums

Freier Eintritt. Anmeldung erwünscht an: vienn.events@international.gc.at oder telefonisch unter 01/53138-3281

 


„Rabe, Donnervogel, Raubwal und andere mythische Botschafter“

Ausgestellt sind Masken, totemistische Objekte in Miniaturform, Schmuck und andere künstlerische Gegenstände

aus der Kunst der pazifischen Nordwestküste  Kanadas

22. Juni 2011 ab 19 Uhr

Eröffnungszeremonie:  „Raven Tales & Eagle Downs“ - Als der Rabe die ersten Menschen entdeckte, erzählt von Ed Bryant, begleitet von Trommeln und Tanz. Ed Bryant stammt von den Indianern der Nordwestküste des Pazifik.

In der mythischen Zeit besaßen Tiere und Menschen dieselben Fähigkeiten und konnten sich sogar ineinander verwandeln. Die Kunst der pazifischen Nordwestküste  war unter allen traditionellen Künsten am erfolgreichsten in der überzeugenden, bildlichen Darstellung des übernatürlichen Universums

Rabe: die primäre Rolle des Raben als Kulturheros besteht nicht so sehr darin, Dinge zu erschaffen, als vielmehr darin, sie zu verändern. Er ist Verwandler, „Trickser“, er bringt die Klugheit und die Neugier, den Witz und den Humor, die Würde und die Verzweiflung der Menschheit mit sich.

Unser Gast Ed Bryant gehört zum Stamm der Tsimshian-Indianer, die an der pazifischen Nordwestküste Kanadas leben. Er ist ein bekannter und angesehener Künstler, dessen einmalige Schnitzereien auch in Museen und Galerien Europas zu finden sind.  


 

Schmuckausstellung von AVIAAJA KLEIST BURKAL

Dienstag den 8. Februar

von 18 bis 21 Uhr

Aviaaja Kleist Burkal, a Greelandic/ Danish artist has a unique way of designing jewelry using native Greenlandic stones.  Her creations are influenced by her cultural heritage and her styles encompass a wide range of motifs and material.

                                                                     Aviaaja Kleist Burkal (geb.1982)

kommt aus Grönland und arbeitet seit Anfang 2010 als freischaffende Schmuckkünstlerin in Wien. Sie holt Inspiration aus ihrem grönländischen und dänischen Hintergrund, und stellt u.a. Schmuck mit selbstgeschliffenen, grönländischen Steinen her. Ihr Stil ist vielfältig, reicht vom Romantischen bis ins Rustikale und sie legt Wert auf kreativen und individuellen Ausdruck. Die Anfertigung individuellen Schmucks, der sich an der Persönlichkeit und dem Charakter des Trägers orientiert, stellt eine der interessantesten Herausforderungen für die Schmuckkünstlerin dar. Daher nimmt sie auch sehr gerne Auftragsarbeiten entgegen. 

 

 

 

 


Tapestry of the Inuit “the Combs of Our Ancestors”

Reception on February 23. 2011  from  7 p.m.

Gallery M – Arctic Fine Arts   1080 Wien, Strozzigasse 47

„The Combs of our Ancestors“ Hand-woven  - Cotton and Wool - 150 cm x 230 cm

The Combs of our Ancestors exhibition shows the evolution - from idea to completion - of a magnificent tapestry from the Uqqurmiut Centre for Arts and Crafts Tapestry Studio in Pangnirtung, Nunavut. This tapestry depicts the image of three combs of ancient origin found in an archeological dig. Combs of our Ancestors was designed by the acclaimed graphic artist Germaine Arnaktauyok (originally from Igloolik and now living in Yellowknife).

Die Textilkunst der Inuit   „Die Kämme unserer Vorfahren“

Die Tapisserie ist neben Bildhauerei, Schnitzerei und Steindruck zu einem der schönsten  Zweige der  Inuit-Kunst geworden. Da die Männer auf die Jagd gehen, sind es vor allem die Frauen, die die Kunst für sich entdeckt haben. Pangnirtung ist eine Inuit-Gemeinschaft auf den Baffin-Inseln. Das  Ziel der Pangnirtung-Tapisserie-Studios ist vor allem, dass die Weberinnen Zufriedenheit in ihren Kreationen finden. Die Inuit-Frauen, die traditionell Kleidungsstücke aus Fellen und Tierhäuten nähen, lernten rasch, ihre Geschicklichkeit in der Weberei einzusetzen. Die Qualität ihrer Arbeit machte Pangnirtung auf der ganzen Welt bekannt und zur größten Handweberei in Kanada. Die Weberinnen arbeiten eng mit Inuit- Künstlerinnen zusammen und lassen ihre eigenen Vorstellungen in die Arbeit einfließen. So entstehen wunderschöne Wandbehänge, die die Mythen und den Alltag der Inuit zeigen. Sehr malerisch und in fröhlichen, naturverbundenen Farben erzählen sie uns Geschichten aus dem Leben in der Arktis.

Zu den Kunstwerken spricht  Dr. Verena Traeger

Die Ausstellung dauert bis 30. März 2011


“Inuit Kultur im Spiegel der Kunst”

Mittwoch 28. April 2010  um 19 Uhr

In einer weiteren Fortsetzung unserer Vorträge über Inuit Kunst und Kultur Spricht Frau Dr. Verena Traeger zum thema

“Inuit Kultur im Spiegel der Kunst”

Durch die ausgestellten Kunstwerke ist auch die Leben der KünstlerInnen in der Arktis präsent. Die Themenpalette reicht vom Familienleben in der Tundra oder im winterlichen Schneehaus, lebensgefährlichen Jagdausflügen mit Kajak oder Hundeschlitten, Erinnerungen an die guten alten Tage bis hin zu schamanistischen Seancen und Begegnungen mit Geistern und wilden Tieren. (Text, Dr. Verena Traeger)


INUIT ART - MAGIE DER ARKTIS

Vom Leben mit Geistern und Schamanen

am 29. Oktober  2009, um 19h

zu den Kunstwerken spricht:

Dr. Verena Traeger

Die zeitgenössische Kunst der Inuit spiegelt die jahrtausendealte Abhängigkeit der arktischen Jäger von ihrer Jagdbeute und ihre enge Verbundenheit zur arktischen Umwelt wider. Die grundlegenden Parameter menschlichen Überlebens waren dabei die gute Kooperation zwischen Mann und Frau sowie die gegenseitige Hilfe innerhalb der Familien und das Gleichgewicht zwischen der Irdischen und der Überirdischen Welt, über das früher Schamanen und Schamaninnen wachten. Für viele zeitgenössische Inuit Künstler bilden daher die Erinnerungen an das familiäre Zusammenleben vergangener Tage und die alten mündlich überlieferten Mythen, in denen Menschen, Tiere und Geister noch miteinander sprechen konnten, untereinander heirateten, gemeinsam Nachkommenschaft zeugten, aber auch gegeneinander kämpften, eine schier unerschöpfliche Inspirationsquelle.(Text, Dr. Verena Traeger)