Die prähistorische Kunst in der Arktis

Die kanadische Arktis ist seit mindestens 4000 Jahren von Menschen bewohnt. Die ältesten grösseren Funde von figürlichen Kunstwerken schreibt man heute der Dorset-Kultur zu. (ca. 600 v.Chr. bis ca. 1000 n.Chr.). Die aus Knochen, Walross- Elfenbein und Holz bestehenden Gegenstände stellen Vögel, Bären und andere Land- und Meerestiere sowie menschliche Gestalten, Masken, Miniaturmasken und Gesichtergruppen dar. Es wird angenommen, dass diese Dinge eine bestimmte magische oder religiöse Bedeutung besassen, als Amulette getragen wurden oder in schamanischen Riten Verwendung fanden.
Die unmittelbaren Vorfahren der heutigen Inuit gehörten zur Thule-Kultur; sie wanderten um 1000 n.Chr. aus dem nördlichen Alaska ein und vertrieben oder vernichteten die ältere Dorset-Bevölkerung. Die Thule-Kunst basierte auf den aus Alaska mitgebrachten Prototypen. Es gibt einige Darstellungen von Menschen und Tieren, in erster Linie jedoch handelte es sich um die grafische - d.h. zwei- dimensionale - Verzierung von Gebrauchsgegenständen wie Kämmen, Nadelbüchsen, Harpunenknebel und Spielen. Die eingeritzten dekorativen oder figürlichen Zeichen scheinen keine religiöse Bedeutung gehabt zu haben.

 

 


Gallery M © 2006 Impressum